Ingo Wegener

Ingo Wegener war von 1980 bis 1987 Professor für Informatik an der Goethe-Universität und während dieser Zeit richtungsweisend am Aufbau der Frankfurter Informatik beteiligt. Bis an sein Lebensende war er dem Fachbereich Informatik und Mathematik mehr als nur freundschaftlich verbunden und hat den Fachbereich tatkräftig unterstützt.

Ingo Wegener war ein Wissenschaftler von höchster internationaler Reputation. In seiner Forschung hat er grundlegende Ergebnisse in verschiedensten Gebieten der Informatik erzielt, wie beispielsweise in der Schaltkreiskomplexität, in binären Entscheidungsdiagrammen und evolutionären Algorithmen. Seine Beiträge zeichnen sich einerseits durch eine tiefe mathematische Analyse und andererseits durch ihre praktische Relevanz aus.

Ingo Wegener

Nach einer Tätigkeit als DFG-Fachgutachter für Theoretische Informatik in den Jahren 1992 bis 2000 wurde Ingo Wegener 2001 Mitglied der Nordrhein-Westfälischen Akademie der Wissenschaften und 2004 Mitglied der Deutschen Akademie der Naturforscher Leopoldina. Im Oktober 2006 wurde ihm die Konrad Zuse Medaille der Gesellschaft für Informatik für besondere Verdienste um die Informatik in Deutschland verliehen. Schließlich wurde er in 2004 zum Mitglied des Wissenschaftsrates gewählt und in 2007 von Bundespräsident Köhler für weitere drei Jahre in den Wissenschaftsrat berufen.

Ingo Wegener hat es stets als eines seiner wichtigsten Ziele verstanden, junge Menschen für die Informatik und Mathematik zu begeistern. Er hat sich über zehn Jahre als Mitglied und später als Vorsitzender der Bundesjury Mathematik/Informatik von „Jugend forscht“ engagiert und war von 1995 bis 2001 Beiratsvorsitzender des Bundeswettbewerbs Informatik. Für seine ausgezeichnete Lehre hat er zweimal, in den Jahren 1994 und 2007, die Universitätsmedaille der Technischen Universität Dortmund erhalten.

 

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